Fachgebiet

Tierzahnarzt

70% aller Katzen und 85% aller Hunde über drei Jahre leiden an Zahnproblemen.

Deshalb haben wir unsere Spezialambulanz für Paradontalerkrankungen eingerichtet.

Tierzahnarzt

Fragen zur Zahnbehandlung

Warum soll ich einen spezialisierten Tierzahnarzt aufsuchen?
Das Gebiet der Zahnmedizin bei Tieren ist wie bei uns Menschen eine spezielle Fachrichtung der Veterinärmedizin. Der Tierzahnarzt braucht neben seiner besonderen Erfahrung auch viele spezielle Geräte. Ein Zahnröntgengerät mit spezieller Auswertesoftware ist eine Voraussetzung für eine gründliche Dentaldiagnostik.

Wie oft sollte man Zähne untersuchen lassen?
Auch die Zähne von Tieren sollten einmal jährlich untersucht werden. Bei kleinen Hunderassen und Katzen mit chronischer Zahnfleischentzündung ist häufig eine mehrmalige Untersuchung im Laufe eines Jahres nötig. Außerdem sollten die Zähne und das Kiefer von Hundewelpen mit ca.12 Wochen mit höchster Sorgfalt auf Fehlstellungen untersucht werden.

Wie erkennt ich der Tierbesitzer Zahnprobleme?
Meist nehmen Tiere trotz Zahnschmerzen weiter Ihr Futter auf. Mundgeruch, Speicheln und eventuell ungewöhnliche Kaubewegungen können ein Hinweis auf Zahnprobleme sein. Diese Anzeichen sollten Sie zu einem Besuch beim Tierzahnarzt motivieren.

Wie läuft eine Mundhygienesitzung mit Zahnsteinentfernung ab?
Wie beim Menschen werden hier die Zahnoberflächen von Zahnbelag (Plaque) und Zahnstein mit Hilfe eines Ultraschallgeräts entfernt, der Zahnfleischrand und die Zahnfleischtaschen werden gesäubert und die Zahnoberflächen anschließend poliert. Danach wird die Maulhöhle mit einer milden antiseptischen Lösung gespült.

Zahnstein vor der Mundhygiene

Polieren der Zähne nach der Zahnsteinentfernung

Soll man einen abgebrochenen Zahn behandeln lassen?
Ja, weil es häufig zur Freilegung des Nervs und zu aufsteigenden Infektionen führt. Eine rasche Behandlung rettet meist den Zahn und bewahrt Ihren Liebling vor späterem Leid und Schmerz. Unbehandelte schwere Zahnfrakturen können auch zu einer Schädigung innerer Organe führen.

Wie kann man Zahnproblemen bei Tieren vorbeugen?

Regelmäßiges Zähneputzen ist das Wichtigste, vor allem beim Hund. Dafür verwendet man eine weiche Zahnbürste und eine spezielle Zahnpasta für Hunde. Alles was zum Kauen ist, wie zB Kauknochen, Kaustangerl oder Dentastix® beugen Zahnstein und Zahnbeläge vor. Achten Sie jedoch, dass die Kaumaterialien nicht zu hart sind, weil sonst die Zähne brechen können.

Zahnstein bei Hund und Katze

Zahnstein entsteht durch Ablagerung von Mineralien aus dem Speichel. Wird dieser Belag, der sich auch unterhalb des Zahnfleischrandes befindet, nicht regelmäßig entfernt, so führt das zu einer Entzündung des Zahnhalteapparates und einer Lockerung der Zähne. Geruch aus der Mundhöhle, Schmerzen und Zahnverlust sind die Folgen. Oft sind Gewichtsverlust und bei Katzen ungewöhnliches Speicheln Anzeichen von Zahnweh.

Eine jährliche Mundhygieneuntersuchung mit professioneller Zahnreinigung beim Tierzahnarzt kann Ihren Liebling vor Schmerzen und vorzeitigem Zahnverlust bewahren. Eine Zahnsteinentfernung und Parodontitisbehandlung muss immer unter schonender Vollnarkose durchgeführt werden. Nur so kann jeder einzelne Zahn und das Zahnfleisch sorgfältig untersucht werden. Denn der sichtbare Zahnbelag stellt nur die Spitze des Eisberges dar, der größere Teil des Zahnsteins liegt in der Tiefe in den Zahnfleischtaschen.

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